5. Jugendolympiade 2015

Tolle Stimmung trotz Nässe bis Pflotschnässe

Am 24. April 2007 startete die erste Jugendolympiade mit Jugendlichen der Partnerstädte Potsdam und Luzern. Die Idee war damals die gleiche wie sie es heute noch ist: Bewegung und Sport als verbindendes Element von Jugendlichen quer durch alle sozio-kulturellen und ethnischen Schichten praktizieren. Die 5. Jugendolympiade fand 2015 wiederum mit 80 Jugendlichen in Luzern statt und war einmal mehr ein voller Erfolg.
Nach ihrer Ankunft am Donnerstagabend wurden die 40 Potsdamer Jugendlichen der Eliteschule für Sport und des Steuben-Gymnasiums durch Gleichaltrige der Kantonsschule Luzern auf einem Stadtrundgang in die Schönheiten der Stadt Luzern eingeführt. Mitten in der Luzerner Altstadt stiess eine Gruppe auf ihre Potsdamer Lehrerin, und ein Junge meinte:„Frau Gorzny, diese Stadt ist ja der Hammer, da muss ich unbedingt mit meinen Eltern mal in die Ferien.“ Die Schülerinnen und Schüler von Historiker Jürg Stadelmann, Präsident des Vereins Städtepartnerschaft Luzern-Potsdam, hatten offensichtlich ganze Arbeit geleistet.
Nach der Übernachtung in der Jugendherberge am Rotsee trafen sich die Luzerner Sportler/innen mit den Potsdamern am Freitagmorgen bei der Talstation der Pilatus-Bahnen in Kriens.

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Alle fassten ihren Lunch samt strapazierfähigem Umhängesack und kamen sich dabei ein bisschen näher. Für viele Potsdamer war es die erste Gondelbahnfahrt in ihrem Leben, entsprechend aufgeregt ging es auf der Fräkmüntegg zur Rodelbahn. Die tolle Aussicht bei tollem Wetter sollte allerdings nur kurz anhalten. Auf dem Pilatus war nichts mehr vom Tal zu sehen, und es begann schon bald heftig zu regnen. Trotz Nässe liessen es sich einige nicht nehmen, von der Fräkmüntegg ganz ins Tal zu wandern (schliesslich standen ja Bewegung und Sport im Mittelpunkt), andere setzten sich in der Krienseregg wieder in die Bahn. Unten an der Talstation warteten die Gastfamilien, bei denen die Potsdamer Jugendlichen für zwei Nächte untergebracht waren. Einigermassen trocken ging es dann abends ins Training bei den Luzerner Sportvereinen, die sich an der Jugendolympiade beteiligten. Neben Fussballern von OG/Kickers, den Leichtathleten und den Fechtern waren zum zweiten Mal auch Volleyballerinnen von Volleyluzern mit dabei.

Schon wieder Wasser am Samstag
Spiele mit Wasserballonen, mit Wasser gefüllten Gummistiefeln und Wasserpistolen standen neben anderen am Samstag beim Polyathlon im Leichtathletikstadion Allmend im Mittelpunkt. In gemischten Viererteams absolvierte die eine Hälfte am Morgen, elf verschiedene Postenaufgaben, bei denen in erster Linie Geschicklichkeit gefragt war und Punkte gesammelt wurden. Nach dem Mittagessen wechselte diese Hälfte zum Worksho, geleitet vom Verein Parkour Luzern. Parkour, die Kunst der effizienten Fortbewegung im urbanen Gebiet, beinhaltet viele, ganz unterschiedliche, akrobatische Elemente. Das von Parkour Luzern selbst erstellte Übungsgelände hinter der Leichtathletiktribüne fand bei den Teilnehmenden der 5. Jugendolympiade guten Anklang. Auch der Automaten-Clown der Lungenliga fand Zuspruch, weil man dort seine Lungenfunktion testen konnte. Dies liessen sich auch einige Stadtparlamentarier/innen, welche der Jugendolympiade einen Besuch abstatteten, nicht nehmen.
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Nach dem sportlichen Tag ging es abends herausgeputzt zum Olympiabankett im Pfarreiheim St.Karl. Viele Darbietungen von jungen Artisten, Jodlern, Musikerinnen und die Siegerehrung des Polyathlons standen dabei im Mittelpunkt. Genossen haben den Abend auch die Teilnehmenden der Potsdamer Bürgerreise, die unser Potsdamer Partnerverein und der Freundeskreis Potsdam-Luzern, zum gleichen Zeitpunkt durchführte.

Gemeinsamer Bruch am Sonntag
Auch wenn einige Jugendliche über Muskelkater klagten, genossen die anwesenden Gäste den grossartigen Brunch von Bernadette Spörri im Restaurant des Luzerner Sportclubs auf der Allmend. Über 100 Leute bildeten den würdigen Schluss einer gelungenen Jugendolympiade 2015. In zwei Jahren werden wir wieder in Potsdam zu Gast sein und hoffentlich auf mehr Sonnenschein zählen können als in Luzern.
Es bleibt zu danken:
– Der Stadt Luzern für die tolle Unterstützung im Rahmen der Städtepartnerschaft
– Den Sponsoren Seven Air, Lungenliga, Pilatusbahnen, Schätzle AG, Hug AG, Herzog Haustechnik, Frey+Cie und der Stiftung Breitensport
– Dem gesamten OK unter der Leitung von Hansjörg Kaufmann
– Dem Cheforganisator auf Potsdamer Seite Uwe Tefs
– Der Organisatorin der Potsdamer Bürgerreise Felicitas Zopfi

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Stephan Zopfi, Ernst Rothenfluh