KSR-Studienreise nach Potsdam im Mai 2026

Ein Rückblick auf die Kultur-, Sport- und Erlebnistage der Klasse L24b

Prägende Eindrücke aus der Hauptstadt Berlin mit zahlreichen sportlichen Herausforderungen vor Ort

Die Reise der Klasse L24b nach Berlin und Potsdam startete mit einer etwas schlafarmen Nacht im Liegewagen und daran schloss sich sogleich ein intensiver Tag in der deutschen Hauptstadt Berlin an. Den Entdeckungs-Stadtrundgang führten die ortskundigen KSR-Lehrpersonen mit der Klasse selbst durch. So schnupperten die Lernenden die besondere Atmosphäre der Metropole, und liessen den Kontrast zwischen moderner und historischer Architektur auf sich wirken. Die Highlights wie Brandenburger Tor, Schweizer Botschaft, Bundeskanzleramt und der monumental grosse Potsdamer Platz liessen die Jugendlichen staunen. Beim anschliessenden Besuch im interaktiven Museum im Humboldtforum konnten die Jugendlichen selbst durch eigene Entscheidungen ihren Weg durch die Ausstellung individuell gestalten. Dies aktivierte die Gruppe spielerisch und regte sie zum Nachdenken an. «Wir haben die anschliessenden freien Zeitfenster am Mittag und Nachmittag sehr geschätzt, um Berlin eigenständig zu erkunden», stimmten die Schülerinnen Xenia und Lynn im eigenen Blog zu. Dann ging es am Abend mit dem Zug weiter nach Potsdam zur Sportschule ging, wo sogleich die Schul-Austausch-Programmleiterin Kati Dorn und die Sportkoordinatorin Doreen Lengnik die Reussbühler Klasse empfingen und in die Besonderheiten dieses Sportgymnasiums und des Sportinternats einführten.

Das beeindruckende «Mindset» der SportlerInnen und -SchülerInnen Potsdams

Der Aufenthalt an der Sportschule Potsdam bot der Klasse einen spannenden Blick über den eigenen Horizont hinaus. Selbst auf ein anderes Schwerpunktfach spezialisiert, wurden sie durch eine 8. Klasse sowohl in das riesige Schul-und Sportareal als auch in den Alltag an einer Sportschule und seinen organisatorischen Herausforderungen konfrontiert. Insbesondere das ständige Wechseln zwischen Sporttraining auf Höchstniveau und den Anforderungen im Gymnasialunterricht erlebten die L24-b-Schützlinge als sehr anspruchsvoll. Im Gespräch mit den Lernenden wurde sehr schnell klar: Sie haben sich für diese Doppelbelastung mit einem beeindruckenden «Mindset» als Sportler:innen und Schüler:innen gewappnet.

Richtig sportlich wurde es auch für die Gäste dann beim gemeinsamen Ultimate Frisbee mit einer 9. Klasse, dem anschliessenden Training im Gym oder dem Speerwerfen mit der deutschen Juniorenmeisterin. Das sehr hohe sportliche Niveau der Potsdamer Athleten forderte die Klasse ordentlich heraus und sorgte für viele anstrengende, aber auch sehr lustige Momente.

Ergreifende gelebte Geschichte mit Zeitzeuge Bernd Richter

Neben dem Sport stand die «gelebte Geschichte» im Vordergrund. Gemeinsam mit einer 10. Klasse des Sportgymnasiums besuchte die L24b am dritten Tag die Gedenkstätte für die Opfer der Stasizeit in der Lindenstrasse. Das persönliche Gespräch mit dem Zeitzeugen Bernd Richter über seine Haftzeit und deren enormen Belastungen war für alle ein sehr bewegender Moment. Richter zeigte mit seinem Beispiel, wie wichtig Erinnerungsarbeit heute noch ist, und wie nahe einem ein so persönliches Schicksal gehen kann. Abgerundet wurde das Programm in Potsdam durch Kultur pur: Ein Picknick beim Marmorpalais und Führungen an der Glienicker Brücke, der St.-Nikolai-Kirche sowie dem Schloss Sanssouci durch den Stadtführer Joachim Nöhre zeigten die historischen Seiten der Stadt.

Glienicker Brücke

Heimreise über Berlin

Der Donnerstag bildete den Abschluss der Reise. Nach dem Gepäck-Check-in am Berliner Hauptbahnhof genoss die Klasse die weite Aussicht von der Siegessäule. An der Bernauer Strasse folgte eine eindrückliche Führung zur Berliner Mauer, bei der die Schüler und Schülerinnen an einer Mauer-Rekonstruktion selbst testen konnten, wie schwer überwindbar die damaligen Grenzanlagen waren. Nach etwas Freizeit für letzte Einkäufe endete die Woche mit einem gemeinsamen Abendessen am Hackeschen Markt und der Heimreise in aufgeräumter Stimmung mit dem Nachtzug, der zur Erleichterung aller pünktlich in Luzern ankam.

Im Namen des Lehrerteams und der Klasse L24b.

Christian Fallegger, Geschichts- und Politiklehrer an der KSR.